...bis in die Gegenwart

Im Jahre 1966 wurde von der Firma Metz eine der ersten Fernsteueranlagen angeboten. Hierbei handelte es sich um eine sogenannte >Tippanlage<. Der Zevener Modellbau Verein war mit einer der Ersten, die solche Fernsteueranlagen im Einsatz hatten.

Der Einsatz dieser Anlagen war jedoch für den Bediener gewöhnungsbedürftig. Durch die schlecht abgeschirmte Antenne konnte es immer mal wieder zu elektrischen Schlägen kommen. Die Geräte waren klotzig und schwer. Bei der >Tippanlage<  konnte die  Richtung der Flugmodelle nur durch kurz nacheinander gesendete Signale beeinflusst werden. Man musste also sehr vorausschauend fliegen. Da hatten die Entwickler der Fernsteueranlagen also noch einiges zu tun.

Unser erster echter Modellflugplatz sollte damals in Oldendorf errichtet und in Betrieb genommen werden. Da sich dies aber immer wieder verzögerte, wurde unser Modellflugplatz im Jahre 1970 in Zeven, am Godenstedter Berg verwirklicht. Viele Flugtage wurden präsentiert und machten unseren  Platz bei der Öffentlichkeit in der folgenden Jahren sehr beliebt.

Die Vereinsmitglieder Willi Bauer, Will Feindt und Dieter Troitsch (heute Ehrenmitglied) führten eine große Zahl von jungen Menschen an den Modellflugzeugbau heran. Die Jugendgruppen des Vereins konnten in Werkräumen der Schulen, wie z.B. in der Bäcker-Strasse oder der Scheeßeler-Strasse unterkommen, dabei ihre Erfahrungen austauschen, und so manches >Flugwunder< hatte dort seine Geburtsstunde!

Oft wurden noch Freiflugmodelle vom Typ >UHU< gebaut. Als die ersten >proportional Fernsteueranlagen< auf den Markt kamen, wurden auch hier die passenden Modelle gebaut. Allerdings waren >proportional Fernsteueranlagen< für Jugendliche damals kaum bezahlbar. Ganze Heerscharen von Jugendlichen nutzen deswegen die Teilnahme an den sogenannten >UHU Wettbewerben< für sich.

Bei >UHU Wettbewerben< ging es darum, sein Modell mit Hilfe einer definierten Schnur in die Luft zu bringen und dort möglichst lange Zeiten herauszufliegen.

Der Begriff Modellflugsport wurde geprägt.

Die Aufgaben wurden immer umfangreicher. Jetzt war es wichtig, möglichst schnell lange Wegstrecken mit seinen Flugmodellen zurückzulegen. Da musste der Modellflugzeugführer dann gut laufen können, denn oft flogen die Modelle auch durch Ausfall der eingebauten Hilfsmittel weiter als vorher gedacht. Die Suche dauerte manchmal mehrere Tage,  oder es war sogar ein Verlust zu beklagen. Manchmal hatte man Glück, da an den Flugmodellen Adressen angebracht waren und ehrliche Finder diese dann zurück brachten.

In heutiger Zeit sind immer noch Adressen an den Flugmodellen angebracht, denn trotz excellenter Technik kann immer noch ein Modell abhanden kommen.

Mit der industriellen Fertigung der proportionalen Funksteuertechnik sanken die Preise, die Anlagen waren bezahlbar.  

Allerdings wurden die Herausforderungen beim Fliegen immer mehr hochgeschraubt. So gab es nun Wettbewerbe im >Touch and Go<. Das bedeutet, dass ein Modell punktgenau kurz auf dem Boden aufsetzt und dann wieder durchzustarten.

Im Laufe der Zeit änderten sich auch die Materialien im Modellbau.
Nun wurden  z.B.  Aluminium oder GFK, dann Polypropylen und Schaumstoff für den Modellbau eingesetzt. 

Der Modellflugplatz am Godenstedter Berg in Zeven, wurde vom Zevener Modellbau Verein viele Jahre genutzt. Dann stand ein Umzug an. Zuerst ging es nach Wehldorf und dann zum heutigen Gelände in Oldendorf.

Für uns Modellflieger ist es heute nicht mehr so einfach, einen geeigneten Platz zu finden, an dem wir unsere Modellflugzeuge in den Himmel bringen.  Tiere und Menschen wollen wir nicht belästigen, die Natur muss sauber bleiben. Auch in Zukunft werden wir alles dafür tun, allen gerecht zu werden. Bei Problemen mit unserem Flugbetrieb, bitten wir um eine faire und sachliche Klärung.

 

(Hinweis: Teile dieses Textes sind Gedankengut von Rolf Steffens)

 


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